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Geschichte

Am 25. Januar 1974 erfolgte die Kiellegung von S69 HABICHT, als vorletztes Schnellboot der Klasse 143, in der Krögerwerft in Rendsburg und endete mit seinem Stapellauf am 5. Juni 1975. Schon bei der Werfterprobungsfahrt auf der Tegeler Platte wurde das Motto "Immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel" aufgrund einer Grundberührung das erste Mal zunichte gemacht. Als Folge dieser Havarie erhält das Boot den ungewollten Beinamen "Schnellstes Landungsboot der Marine", und verzögert die Indienststellung von S69 HABICHT, die daraufhin verspätet in Bremen unter dem Kommando von KptLt Lagois, als letztes Boot des 2. S-Geschwaders, erfolgte. Mit dem Zulauf von S69 HABICHT zum 2. Schnellbootgeschwader, im ehemaligen Heimathafen Olpenitz, endete die Umstellung von der veralteten Jaguar-Klasse auf die modernen und weit verbesserten Flugkörperschnellboote der Albatros-Klasse 143. Die Integration von S69 HABICHT in das 2. Schnellbootgeschwader erfolgte zügig. Dies machte sich unter anderem durch intensive Ausbildungsvorhaben im Einzel- und Geschwaderrahmen in heimischen sowie in ausländischen Gewässern bemerkbar, bei denen insbesondere Schadensabwehr- und Gefechtsausbildung, Waffeneinsatz und seemännische Handhabung des Bootes gedrillt wurden. In darauf folgenden Jahren mehrere Manöver im In- und Ausland bei denen die Kampfkraft dieses neuen Waffensystems eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

In seinen Reisen befuhr das Boot Ost- wie Nordsee. Seine Kurse führten es nach und um England sowie in die Irische Republik. In den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Portugal gingen Besatzungsangehörige des HABICHT als Botschafter in Blau an Land. Durch die Straße von Gibraltar am afrikanischen Kontinent vorbei, ging die Reise 1994 ins Mittelmeer. Die Balearen passierend, entlang der Côte d'Azur führte der Kurs nach Korsika. Aber auch im Nordmeer entlang der Norwegischen Küste bis hoch zum nördlichen Polarkreis zeigte der HABICHT sein Unterscheidungssignal "DRCC" sowie das Motto des 2. Schnellbootgeschwaders "F-H-G" (Fröhlich-Heiter-Gelassen).

Im Dezember 1981 fand im damaligen Heimathafen Olpenitz eine besondere Feierlichkeit statt. Die Boote des 2. Schnellbootgeschwaders erhielten neben Ihrer "S"-Nummer, der Tradition der Marine folgend, die Namen von Greifvögeln. S69 wurde so zu S69 HABICHT.

In der Geschichte des HABICHT, erlebten die Besatzungen viele High-Lights. So wurde im November 1981 der erste nasse Torpedoschuss von Bord S69 ausgelöst, und im ersten Quartal 1983 wurde das Raketensystem RAM versuchsweise aufgebaut. Der HABICHT war somit das einzige Boot der Klasse 143, das mit diesem Flugabwehrsystem die See befuhr. Von Bord des Bootes starteten Flugkörper, und es wurden Luft- und Seezielschiessabschnitte bestritten. Im November 1994 verließ S69 HABICHT mit dem 2. Schnellbootgeschwader seinen bisherigen Heimathafen Olpenitz zum letzten Mal, um im Mecklenburgischen Warnemünde ein neues Zuhause zu finden. [Anmerkung des webmasters: das stimmt so nicht ganz, als das 2. SG von Olpenitz nach Warnemünde verlegte befand sich der Habicht wegen einer geplanten Werftliegezeit in der Peenewerft Wollgast.]

Noch zwei weitere Male in der bisherigen Dienstzeit von S69 HABICHT fehlte die notwendige "Handbreit Wasser unter dem Kiel", wodurch außerplanmäßige Werftliegezeiten erforderlich wurden und den HABICHT ungewollt für weitere Einsätze und Manöver unbrauchbar machten. Aber diese Havarien sollten nicht die letzte sein, mit denen der augenscheinlich von Pech verfolgte HABICHT zu kämpfen hatte.

Mitte August 1995 zwang ein Feuer im Motorenraum Abteilung VI S69 HABICHT zu einer neuen Werftpause. Trotz der professionellen und schnellen Arbeit der Schiffssicherungsgruppe sowie der Besonnenheit der Bootsführung, die im schnellen Löschen des Feuers resultierte, entstand ein Schaden, dessen schwere Folgen erst viel später ans Tageslicht kommen sollten. Eine komplette Neuverkabelung des Bootes wurde erforderlich, wodurch sich die Werft- und Arsenalliegezeit bis Juli 1997 hinauszögerte.

Seit der Verlegung der 10 Boote des 7. Schnellbootgeschwaders, ebenfalls nach Warnemünde, und einer 50/50 Vermischung der beiden Geschwader (2. und 7.) ist S69 HABICHT jetzt dem 7. Schnellbootgeschwader zugehörig. Der Habicht und der Kormoran waren die letzten beiden in Dienst befindlichen Schnellboote der Albatros-Klasse. Beide wurden Mitte Dezember des Jahres 2005 außer Dienst gestellt und anschließend nach Tunesien verkauft.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/S69_Habicht

 

Der Habicht fährt heute unter Tunesischer Flagge und trägt den Namen HASDRUBAL und die taktische Nummer P 509.

Hasdrubal (* 270 v. Chr.; † 221 v. Chr.) war ein karthagischer Feldherr. Er war der Schwiegersohn des Hamilkar Barkas und trat nach dessen Tod seine Nachfolge in Spanien an. Er gilt als der Gründer der Stadt Cartagena in Spanien. Mit den Römern schloss er 226 v. Chr. den Ebrovertrag, der ihm nach Polybios untersagte, den Ebro zu Kriegszwecken zu überschreiten. Die Römer wollten durch diesen Vertrag einer Vereinigung der Karthager mit den Galliern vorbeugen. Er wird 221 v. Chr. von einem iberischen Sklaven ermordet.

Hasdrubal († 207 v. Chr.) hieß auch ein Sohn von Hamilkar Barkas, der zur Zeit Hannibals karthagischer Feldherr in Spanien war. 207 v. Chr. wird er von den Römern besiegt und enthauptet.

 

Kommandanten

KptLt Wilfried Stallmann - 01.02.1977 bis 30.09.1977

KKpt Carl-Friedrich Lagois - 01.12.1977 bis 24.03.1980

KptLt Arndt-Rainer Boonstoppel - 24.03.1980 bis 29.03.1982

KKpt Thomas Hering - 29.03.1982 bis 27.09.1984

KKpt F. Schlürmann - 27.09.1984 bis 17.01.1986

KKpt Hartmut Heber - 17.01.1986 bis 18.08.1988

KKpt G. Weber - 18.08.1988 bis 28.03.1990

KKpt Wilfried Knipprath - 28.03.1990 - 19.03.1993

KKpt Jens-Christoph Herfurth - 19.03.1993 bis 02/1996

KptLt Gunnar Jopp - 09/1996 bis 09/1999

KptLt Duer - 10/99 bis 03/2002

KKpt Timm - 04/2002 bis 09/2004

KptLt Bodenstab - 10/2004 bis 12/2005

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